Voller Schmerz habe ich Schintoku hinter mir gelassen. Ich hätte nie gedacht, dass mir der Abschied so schwer fallen würde... Es ist schmutzig und muffelig dachte ich, als ich das erste Mal mein Zimmer auf der Kyodogakusha betrat. Ich habe mich einsam gefühlt, habe mir nichts sehnlicher gewünscht als woanders zu sein. In einer Stadt wollte ich leben, nicht in einem Dorf wie Shintoku. Ich wollte nicht um 5 Uhr morgens aufstehen und im Dreck arbeiten. Ich wünschte mir WiFi auf dem Zimmer und ein Bett, eine Waschmaschine die meine Kleidung sauber macht. Ganze zwei Monate hat es gedauert bis ich mich auch nur ansatzweise zuhause gefühlt habe. Mit der Zeit bekam ich das Gefühl, dass ich die 6 Monate vielleicht doch hier überleben könnte. Ich habe aufgehört die Wochen zu zählen die noch vor mir liegen. Ich habe gelacht, ich habe Freunde gefunden, ich habe einfach gesprochen und mein Japanisch hat sich täglich ein kleines bisschen verbessert. Ich habe es genossen Abends in der kalte...