Ehrlich gesagt war ich ziemlich besorgt
als der Dezember auf sein Ende zuging und Weihnachten immer näher
rückte. Nicht nur, dass mir bis dahin andere Freiwillige immer
wieder erzählt hatten, die Weihnachtszeit sei die härteste und ich
müsse mit Heimweh rechnen, nein, es kam auch hinzu das Japan ja
eigentlich ein vom Shintoismus geprägtes Land ist. „Ku-li-su-me-su“
existiert zwar, ist allerdings alles in allem eher eine kommerzielle
Angelegenheit (obwohl mich das nach 19 Jahren jährlichem, deutschen
Weihnachtswahn ja eigentlich kalt lassen sollte). Jedenfalls, in
Japan gehört Neujahr der Familie. Alle haben frei und verbringen
gemeinsam eine ruhige Zeit. Weihnachten dagegen wird in der Regel mit
dem Partner verbracht. Man geht z.B essen und beschenkt sich. Tja,
traurig für alle Singles! Und was erst recht frustriert: Man kann
sich noch nicht einmal so richtig betrinken weil Weihnachten quasi
„verarbeitet“ bzw. gearbeitet wird!
Gut das ich auf der christlichen Kyodo
Gakusha lebe, auf der alle, auch Singles, an den weihnachtlichen
Ereignissen teil haben durften!
Weihnachten
Der 24.12 brach an wie jeder andere Tag
auch (mit Bohnensortieren um 6 Uhr Morgens). Naja, nicht ganz. Schon
beim Frühstück wurde eine Rede des Oberhauptes der Kyodo Gakusha
und ein anschließendes Kaffee trinken um zwei Uhr Nachmittags
angekündigt. Das ganze sollte ca. eine Stunde dauern und hier habe
ich spätestens zum ersten Mal an diesem so heiligen Tag gelacht.
Mittlerweile war ich lange genug in
Shintoku um zu wissen, dass unserer guter Chef sich selber gerne
reden hört. Jeder Sonntagabend, jede von den vielen Partys der
letzten Zeit hatten mir das deutlicher gemacht. Nachdem er mir an
Sams letztem Abend auf der Kyodo Gakusha, in einem Englisch dessen
Worte ich nur erahnen konnte, durchgehend Schauergeschichten erzählt
hatte, hatte ich mir angewöhnt immer mindestens zwei Personen
zwischen uns zu bringen.
Mir war jedenfalls klar, dass wenn
niemand beauftragt werden würde dem Einhalt zu gebieten, diese Rede
endlos, endlos, endlos und unglaublich langweilig für mich werden
würde.
Den Vormittag verbrachte ich damit
Weihnachtskekse für die „Ku-li-su-ma-su Pa-ti“ am nächsten
Abend zu backen und abzuwägen ob ich, wenn ich ab zwei Uhr an der
sicherlich Nerven strapazierenden Veranstaltung teilnehmen würde,
noch genug Besinnung haben würde um am Abend mit Leuten der Kyodo
Gakusha in die Kirche zu gehen. Da sich jedoch alle im Speisesaal
einfinden wollten um der Rede des Meisters zu lauschen, konnte ich
sowieso nicht weiter backen und außerdem dachte ich mir „Wenn
schon Weihnachten hier, dann auch die volle Dröhnung!“.
Wie vorhergesehen waren wir um kurz vor
fünf noch immer zu Gange. Ich schien allerdings nicht die einzige zu
sein die sich langweilte... Während das mir größtenteils
unverständliche Gequatsche in ein Ohr rein, ins andere wieder heraus
ging beobachtete ich die anderen. Einige schienen zu schlafen, andere
bewegten unruhig diverse Körperteile, starrten auf ihre Hände oder
einfach ins Leere. Was mich plötzlich aufhorchen ließ war das Wort
„Chi-su“. Das Wort an sich ist nichts besonderes, es fällt bei
jeder Rede, jedem Vortrag, jedem Gespräch hier ein dutzend Mal. Doch
sogar an Weihnachten hat die Kyodo Gakusha nichts anderes im Kopf als
ihren Käse...! Kein Wunder, dass hier niemand frei hat.
Die Länge der Rede brachte mich in
ziemlichen Back-Stress, so das mir noch ganze 10 Min. zum Duschen und
Umziehen blieben. Auf dem kurzen Weg von meinem Zimmer bis zum Auto,
fror mein noch nasses Haar komplett ein, was mir, zusammen mit dem in
aller Hektik aufgetragenen Rouge, das Aussehen ein übergroßen Puppe
verlieh.
Glücklicher weise gingen wir in eine
japanische Kirche, d.h es war warm. Die Schuhe wurden ausgezogen und
auch sonst hatte das ganze etwas unglaublich familiäres. Am Ende des
Gottesdienstes, stellte sich jeder kurz vor (ich wurde außerdem
unglaublich freundlich dazu gezwungen über das deutsche Weihnachten
zu erzählen) und es wurde gemeinsam Tee und Kuchen verspeist.
Glücklicherweise war mein Haar wieder aufgetaut und ich fühlte mich
nicht mehr ganz so albern bis mich ein kleiner junge fragte wie denn
das deutsche Christkind aussieht und das einzige was ich in diesem
Moment auf japanisch antworten konnte war, dass es Flügel und Locken
hat. Sehr intelligent! Natürlich haben alle gelacht!
Der 25.12.. Den ganzen Tag liefen die
Vorbereitungen für die „Ku-li-su-ma-su Pa-ti“ am Abend. Das
einzige von dem ich wusste, dass es mich erwartete war leckeres
Essen, Sake und ein Programm, woraus auch immer das bestehen mochte.
Auch ich wurde gefragt ob ich etwas zum Programm beitragen wolle.
Dass der Fragesteller vor mir durch den Raum tanzte und ganz
offensichtlich Michael Jackson nacheiferte, schürte in mir sogar
etwas Vorfreude auf dieses Programm. Es sah so aus als könnte ich
mich amüsieren. Ich überlegte mir jedoch etwas eigennützig mich
nicht zum Affen zu machen und da ich wie bereits erwähnt etwas Sorge
hatte mich dieses Weihnachten einsam zu fühlen, bastelte ich mir nur
ein Schild mir der Aufschrift "free hugs".
An diesem Abend waren wir erstaunlich
viele. Nicht nur die Leute der Kyodo Gakusha sondern auch Leute aus
Shintoku. Das Essen war wunderbar und als nach einem bezaubernden
„Singbeitrag“ mein Name aufgerufen wurde und ich mich auf
japanisch erklärte bevor ich mein Schild umhang wurde mir klar, dass
ich mich doch zum Affen machen würde. Ja ich sagte etwas in die
Richtung „Heute ist Weihnachten“ (ganz schlau von mir, sollten
eigentlich inzwischen alle gerafft haben) „Jesus Geburtstag. Aber
warum feiern Menschen überall auf der Welt eigentlich Weihnachten?
Ich habe auch Geburtstag!“ (äääh ja) „Ich denke weil
Weihnachten mehr als das ist, weil Jesus mehr als ein Mensch ist. Er
ist ein Symbol. Das Symbol der Liebe und das ist für mich an
Weihnachten das wichtigste.“ (ich sollte Priester werden findet ihr
nicht :D) „Und deswegen heute:....“ Ich hielt mein Schild hoch
und eine Sekunde wartete ich mit feuerrotem Gesicht und gespannt wie
ein Flitzebogen auf die Reaktion der vollkommen still gewordenen
Menge. Die Erlösung kam durch Applaus und viele meldeten sich
glücklicherweise jetzt schon um umarmt zu werden. Noch Tage später
wurde ich auf diesen scheinbar sehr exotischen Beitrag angesprochen.
Es scheint ganz so als hätte ich mich damit so richtig als Ausländer
geoutet.
Weiter ging es mit einem
Pantomime-Ratespiel, Musik und einer Runde Bingo. Es war einfach nur
zum Schreien komisch.
Alles in allem muss ich zu geben, dass
diese Weihnachten auf der Kyodo Gakusha mit Abstand die lustigsten
(an meine Lieben Weihnachts-zusammen-feierer: nicht die schönsten
natürlich!) waren die ich je hatte!!!
„Die Hühnchenparty“ oder „Miri
wird nach Haus gebracht“
Man sollte meinen, dass ich mich
langsam an peinliche Situationen gewöhnt hätte... zur falschen Zeit
am falschen Ort zu sein, genau das zu tun was ich nicht machen sollte
oder mal einfach gar nicht zu wissen was Sache ist.... ja das alles
ist fast schon Alltag geworden. Würde ich jedes Mal peinlich berührt
im Boden versinken, wäre ich jetzt wahrscheinlich schon am Erdkern
angekommen. Trotzdem gibt es die ein oder andere Situation, in der
ich mir einfach nur wünsche mich in meinem Bett verkriechen zu
können, die Decke über den Kopf zu ziehen und die Welt um mich
herum zu vergessen!
Diesen Wunsch hegte ich ca. seit einer
halben Stunde als ich mich dazu entschloss die Hünchenparty zu
verlassen.
Am Morgen des 28.12 war geschlachtet
worden, was natürlich ein prima Anlass war noch am selben Abend zu
feiern. Es waren zwar nur 8 Leute + ich, wobei ich mich wirklich
frage was ich als Vegetarier, der wohl am wenigsten mit dem Töten
von Hühnern zu tun hatte, dort suchte.... aber als ich eingeladen
wurde kam es mir auch unhöflich vor nein zu sagen. Da ich kein
Hühnchen esse, hatte ich mich eine Weile mit den Getränken
beschäftigt, bis ich fest stellte, dass mich diese nur noch müder
machten... Der Sake wurde immer weniger, die Gesichter der Leute
immer röter und ihre Unterhaltung immer schneller und lauter. Das
alles trug dazu bei das ich nach einiger Zeit wirklich nichts mehr
verstand. Auch mit Elisa konnte ich mich nicht mehr unterhalten, da
sie mit hoch rotem Kopf in der Ecke neben mir saß und nur noch
gigelte... alles schien an mir vorbei zu rauschen, viel zu schnell...
und ich saß nur bräsig mitten drin, die deutsche Sprache vermissend
und wünschte mir nichts sehnlicher als mich in meinem Bett
verkriechen zu können, die Decke über den Kopf zu ziehen und die
Welt um mich herum zu vergessen!
Diesen Wunsch hegte ich ca. seit einer
halben Stunde als ich mich dazu entschloss die Hünchenparty zu
verlassen.
Einige Verbeugungen später stand ich
endlich vor der Tür des Wohnhauses in dem die Party statt fand,
atmete die frische Luft und genoss die Stille. Die Erleichterung
währte ca. 3 Sekunden. Dann lautes Lachen, die Tür flog auf und
ein Mann schrie heraus „Miri, Miri!! mate, mate!“ (Miri, Miri!
Warte, warte!). Doch bevor ich mir Gedanken machen konnte was ich
wohl vergessen haben könnte kam Aoki auf Socken durch den Schnee
gelaufen offensichtlich seine Schuhe suchend. Als im klar wurde, dass
die wohl kaum draußen stehen würden, rannte er ins Haus zurück.
Ich sah ihn durch das 'Fenster im Haus herum eilend, das Lachen
drinnen war jetzt unüberhörbar. Als er wieder hinaus kam, trug er
Gummistiefel und eine Jacke. Ich muss geguckt haben wie ein Auto
jedenfalls erklärte er mir er würde mich nach hause bringen. Ok,
das war peinlich. Ich weiß, dass das wirklich freundlich war aber
mal ganz abgesehen davon das sich alle anderen unglaublich zu
amüsieren schienen, fühlte ich mich auf einmal wie ein Kleinkind,
das von ihrem großen Bruder für 10 Min. Fußweg vom Kindergarten
abgeholt wird. Auch Aoki schien das bemerkt zu haben, denn nach einer
Weile sagte er „Das ist ein bisschen peinlich oder?“. Als ob es
nicht genug wäre, dass er die warme Hühnchenparty verlassen musste,
begann er jetzt auch noch sich zu entschuldigen, dass nur Japanisch
gesprochen wurde und erklärte, dass er sich eigentlich hatte neben
mich setzten wollte aber das da kein Platz mehr war (übrigens um mit
mir Japanisch zu sprechen). Jetzt hatte ich wirklich ein schlechtes
Gewissen. Ich versuchte zu erklären, dass er sich keine Sorgen
machen müsse, ich sei ja in Japan und das ich nicht erwarten würde
mit den Leuten hier Deutsch sprechen zu können und das er sich
wirklich nicht so verantwortlich für mich fühlen müsse. Was ich im
Endeffekt gesagt habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht... jedenfalls
bezweifle ich das er mich verstanden hat. Irgendwie lachte er nur und
als wir schließlich das Haus erreichten in dem ich wohne wurde die
Situation nur noch peinlicher... Nach drei Monaten in Japan sollte
ich mich auch an japanische Sitten gewöhnt haben... aber ehrlich
gesagt komme ich mir noch immer manchmal bescheuert dabei vor... wir
verbeugten uns ein dutzend mal und sagten beide viel zu oft „Danke“
und „Entschuldigung“... Aoki schien nicht zu bemerken das er
direkt vor dem Eingang stand und mir den Weg hinein versperrte.
Innerlich wägte ich ab was zu tun sei... Wenn ich höflich weiter
warten würde dass er zur Seite geht, würden wir uns vielleicht noch
2 Stunden verbeugen... oder ich könnte so dreist sein und mich
irgendwie an ihm vorbei quetschen, womit ich meinem Ziel, mich unter
meiner Decke zu verstecken eindeutig näher kommen würde. Ich
entschied mich für letzteres. Noch während ich mir die Zähne
putzte kehrten auch die anderen zurück, sich noch immer amüsierend,
dass ich nach hause gebracht wurde...
Peinlich!!!!!
Neujahr
Wenn ich dachte wir hatten für
Weihnachten eine Menge vorbereitet.... Neujahr toppte jedenfalls
Alles! Schon Tage Vorher (eigentlich direkt nach Weihnachten) wurde
geputzt, geschmückt und gekocht für den 01.01.2013. Sauber ins neue
Jahr und Essen für eine Woche, sodass in dieser Ferienzeit auch
wirklich kaum etwas getan werden müsse (und das in Japan!). Die
meisten Leute der Kyodo Gakush fuhren glücklicherweise zu ihren
Familien, so waren es täglich nur knappe 20 Leute für die wir
zumindest das Frühstück vorbereiteten. Mittagessen fiel aus und zum
Abendessen musste sich dann doch stets jemand aufraffen.
So machten wir beispielsweise Mochi,
japanischen Reiskuchen. Hierfür wurden Unmengen Reis gewaschen,
gekocht und anschließend mit einem Hammer, so groß wie ich bei
meiner Einschulung, zu Brei geschlagen. Daran beteiligte sich jeder.
Die Regel ist: Jeder schlägt sein Alter! Mit meinen jungen 19 Jahren
hatte ich also noch Einmal Glück!
Am Silvester Morgen hatte ich frei,
doch mein geplanter Spaziergang endete abrupt vor dem hüfthohen
Tiefschnee. Etwas verloren machte ich mich auf den Weg zu den Kühen.
Ich hatte eigentlich jemanden bitten wollen mit mir zu kommen, doch
nirgends war jemand zu sehen, alles war still, friedlich, verschneit.
Diesen Morgen des letzten Tages, des für mich so spannenden,
erfolgreichen Jahres 2012 verbrachte ich auf einem Bauernhof, allein
bei den Kühen. Ich blickte zum ersten Mal in meinem Leben ernsthaft
zurück auf ein ganzes Jahr. Die Folge war ein überraschendes
Glücksgefühl. Ich verspürte eine jähe Dankbarkeit für das
Gewesene und Vorfreude auf das Kommende!
Einige Stunden später, nachdem
traditionell aus Soba bestehenden Abendessen (die langen Sobanudeln
stehen für ein langes Leben und werden daher jedes Jahr am Abend vor
Neujahr verspeiset), lief ich hinunter zum Cafe, diesmal mit
Begleitung, um darauf zu warten, dass es 24 Uhr werden würde.
Dieses, mit der Bezeichnung Countdown Party wohl nicht ganz
getroffene Warten taten wir an einem Tisch voller Essen und Trinken.
Unser Countdown verlief etwas Chaotisch da alle Uhren anders gingen
und um 24 Uhr war nicht ein einziges Feuerwerk am Himmel zu sehen.
Tatsächlich schaffte ich es aber irgendwie lange genug wach zu
bleiben um Neujahr fast zu verschlafen wenn da nicht Maja gewesen
wäre....
Tock, Tock, Tock...“Miri,
Miri! Kimasenka?“ Der Neujahrsmorgen, ein Alkoholisches Frühstück.
Schon Monate vorher hatte Maja mir davon erzählt und nun schien sie
es als persönliche Beleidigung zu empfinden, dass ich dieses
Ereignis einfach verschlief. Die morgentliche Feier war schon fast
vorbei als ich es endlich vom Futon bis in die Küche schaffte. Ich
war nicht die einzige der es so ging, aber ich war die einzige die
keinen Sake trank.
Nach
dem Frühstück liefen wir durch den eisigen Wind zum Shrine um die
Götter zu bitten uns auch im Jahr 2013 zur Seite zu stehen.
Vielleicht aufgrund meiner Ansicht, dass Geld und Religion möglichst
wenig miteinander zu tun haben sollten, hatte ich mein Portmonai
zuhause gelassen. Ein Fehler! Nicht nur die am Shrine verkauften
Talismane, nein, auch das Beten kostet. Da ich nicht selber bezahlte
und meine Bitten dann auch noch auf Deutsch äußerte, bin ich mir
ehrlich gesagt nicht so sicher ob ich erhört werde.
Kulturschock für die Japaner...
Miri ist in Japan, und so mussten die
immer lächelnden Japaner erfahren, dass es Länder gibt, in denen
man nicht nur seine Wut, sondern auch seinen Körper zeigt. Das in
Deutschland Männer und Frauen zusammen nackt in die Sauna gehen
wurde hier doch tatsächlich für einen Scherz gehalten. Nachdem ich
deutlich gemacht hatte, dass dies durchaus der Wahrheit entspricht
waren beide Seiten geschockt. Die Japaner und ich. Die Japaner, weil
etwas so freizügiges wie Sauna und FKK nur in einigen nicht
jugendfreien Filmen existiert und ich... aus genau dem selben Grund!
Gerupft wie gesprungen
Zum zweiten Mal wurde in diesem Winter,
am 15.01, geschlachtet. Ich wusste vorher schon warum ich Vegetarisch
lebe... Jetzt weiß ich es erst recht. Dieses ganze Schlamassel ist
mir entschieden zu aufwendig, zu dreckig und zu stinkig!
Ich habe mich aus freien Stücken
entschieden zu helfen und aus freien Stücken werde ich es nie wieder
tun. Aber falls das hier Jemand ließt der sich über Vegetarier
lustig macht, bitteschön! Wenn Du schon ein Huhn getötet, gerupft
und ihm die Beine abgehackt hast diskutiere ich gerne mit Dir.
Ansonsten: halt einfach die Klappe!
20. Jahre Miri
Ich bin nun auch in japan offiziell erwachsen,
was wirklich nichts daran geändert hat, dass ich mich weiter wie ein Kind fühle. Meinen 20. Geburtstag verbrachte ich auf einer anderen Kyodo Gakusha in
Neiraku wo ich Salami hergestellt habe- noch immer vegetarisch
lebend. Der Schnee dort hatte die 2m grenze überschritten weshalb ich
mir eine Menge Gedanken machte wie die Leute in ihre Häuser kommen. Auf
der Geurtstagsparty am Abend wurde ein deutsches Mädchen in kurzen Hosen, Socken bis über die Knie und einem mal so garnicht dazu passenden Pulli gefeiert, die nun zum ersten mal in Japan legalerweise Nihonshu
trank. alles in allem also nichts besonderes bzw. kommt es hierbei
vielleicht auf die Perspektive an!
Aktueller Stand:
Es ist Sonntagmittag in Japan. Gestern
Nacht hat die Erde so stark gebebt, dass sogar die Japaner in Panik
gerieten. Doch bis auf einige Sachschäden ist niemandem etwas
passiert!
Ich freue mich auf die nächste Woche
in der ich mir vom 06.02- 08.02 eine Auszeit gönne um das Schneefest
in Sapporo mit einigen anderen Freiwilligen anzuschauen.
Es bleibt spannend...